Geh in den Garten am Barbaratag,
geh zum kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, 
grau ist die Zeit,
der Winter beginnt, 
der Frühling ist weit. 
Doch in drei Wochen,
da wird es geschehn, 
wir feiern ein Fest, 
wie der Frühling so schön.
Baum, einen Zweig gib du dann von dir,
und er wird blühen 
in seliger Pracht, 
mitten im Winter 
in der heiligen Nacht 

James Krüss

Am Tage von Sankt Barbara 

Am Tage von Sankt Barbara,
da geht das Jahr zur Neige.
Dann trag ins Haus von fern und nah,
die kahlen Kirchbaumzweige.
 Am Tage von Sankt Barbara
stell Zweige in die Zimmer.
Dann lacht zur Weihnacht, hier und da,
ein weißer Blütenschimmer. 
 
Der 4. Dezember ist der Tag der heiligen Barbara und es ist üblich, an diesem Tag Kirschbaumzweige - die sogenannten Barbarazweige - ins Wasser zu stellen. Wenn sie am Weihnachtsfest blühen, gilt dies als gutes Omen für die Zukunft. So schlossen die Bauern auf eine gute Obsternte und für junge Mädchen waren sie ein Liebesorakel. Der Brauch ist seit 1800 bekannt und geht auf das Schicksal der Kaufmannstochter Barbara zurück, die zu den beliebtesten Heiligengestalten gehört.

Barbara lebte im 3. Jahrhundert zur Zeit der Christenverfolgung in Kleinasien und wurde wegen ihres Glaubens, dem sie auf keinen Fall abschwören wollte, vom eigenen Vater verraten und daraufhin zum Tode verurteilt. Einer alten Sage nach, benetzte sie kurz vor ihrem Tod einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Wasser und der Zweig soll bald darauf zu blühen begonnen haben.
 
 
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