Friede auf Erden
(Dichter unbekannt)

 
Wieder läuten Weihnachtsglocken
leise durch das Land.
Macht doch Frieden, alle Völker,
reichet euch die Hand.
Öffnet Mauern - öffnet Tore,
öffnet eure Herzen!
Legt den Streit - die Waffen nieder,
meidet alle Schmerzen!
Zärtlich klingen Weihnachtslieder
durch das weite Tal.
warum Kriege - warum Sorgen,
warum Tod und Qual?

Warum Geiz, warum die Hektik,
warum Sucht nach Geld?
Warum Angst in Kinderaugen,
warum Hunger auf der Welt?
Mahnend läuten Weihnachtsglocken,
dröhnend durch das Land.
Macht doch Frieden, alle Menschen,
reichet euch die Hand!
Schenkt dem Schwachen eure Stärke,
helft dem Kranken in der Not.
Und zerstört nicht Gottes Werke,
heilt mit Liebe und mit Brot
.


Christkind im Walde

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
"Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!"

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet's Äpfel ringsumher;
Christkindlein's Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm's,
und so zu den Menschen kam's.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

(Ernst von Wildenbruch)

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